Samtgemeinde Elm-Asse
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Am Südostrand des Landkreises Wolfenbüttel liegt die heute etwa 450 Einwohner zählende Gemeinde Roklum. Seit der Grenzöffnung am 12. November 1989 gehören auch wieder der Große und der Kleine Fallstein zu den beliebten Naherholungs-gebieten. Um Roklum laden viele Ruhebänke zum Verweilen ein. Das einst preußische Dorf Roklum wurde im Jahre 1159 zuerst urkundlich erwähnt. Der ehemalige halberstädtische Ort ist aber älter, die Gemarkung wurde bereits um Christi Geburt gut besiedelt. Von großer Bedeutung ist der seltene Einzelfund dieser Gemarkung: Ein Denar der römischen Kaiserin Faustina d. Ä. (gestorben 140/141 nach Chr.)

Im Spätherbst 1982 wurden in der rund 800 Jahre alten, in ihrem Ursprung romanischen, Kirche Mauer- und Skelettreste sowie ein frühmittelalterlicher Altarsockel freigelegt. Im schmucken Gotteshaus sind alte Sandsteinreliefs, ein Epitaph des Dardesheimer Amtmannes Arnold von Landsberg (gest. 30. Juli 1637) und besonders die klangvolle, sehr schöne und berühmte Papenius-Orgel aus dem Jahre 1742 sehenswert. Zu beachten in Roklum ist an der Hauptstraße der ehemalige Gasthof aus dem Jahre 1802. Deutlich sichtbar ist noch die große (erneuerte) Toreinfahrt. Roklum war früher Haltepunkt der "Braunschweigisch-Herzoglichen Postexpedition", denn eine Postkutschenlinie wurde hier schon 1722 eröffnet.

Auch das Roklumer Wappen, ein Fuhrmann mit schwarzer Hose und blauem Kittel, erinnert an vergangene Zeiten.

Roklum war nie sehr groß. In der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts lebten in diesem Grenzdorf, das 1941 vom Landkreis Wernigerode zum Landkreis Wolfenbüttel wechselte, 17 Männer. 51 Hauswirte gab es 1589. Im Jahre 1889 gab es 110 Häuser und 870 Einwohner, 613 waren es im Jahre 1939. Über 1200 Bewohner gab es hier 1946, und 1956 waren es noch 919 Dorfbewohner. Die Einwohnerzahl der letzten Jahre ist konstant geblieben (z.Zt. rd. 450).

In Roklum ist ein sehr reges Vereinsleben mit vielen ehrenamtlichen Aktivitäten nachweisbar. Dazu gehören Feste, Kameradschaftsabende, Wettkämpfe, Turniere, Zelt- und Ferienlager ebenso wie Wanderungen, Tages- und Mehrtagesausflüge.

Ältester Verein ist die im Jahre 1859 gegründete und 130 Mitglieder zählende Roklumer Schützengesellschaft. In den vergangenen Jahren wurde das Schützenhaus, das einst nur im Sommer genutzt werden konnte, als schmuckes Haus ausgebaut. Es kann ganzjährig von allen Roklumer Bürgern, auch in Eigenregie, genutzt werden. Ein neuer Schießstand wurde 1996 eingeweiht.

Der im Jahre 1894 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Roklum gehören 45 Mitglieder an. Das Gerätehaus wurde 1980 an der Weststraße neu errichtet. Ende der 1980er Jahre erbauten freiwillige Helfer der Feuerwehr einen Schulungsraum.

313 Mitglieder zählt der 1946 gegründete Roklumer Sportverein. In der im Jahre 1996 eingeweihten Halle können folgende Sportarten betrieben werden: Fußball, Tischtennis, Badminton, Taekwondo, Gymnastik und Tanzsportarten. Zusätzlich gibt es noch eine Wanderabteilung.

Überregional bekannt ist der Hörnerzug, dem 95 Mitglieder angehören, er wurde 1980 ins Leben gerufen und bereichert das kulturelle Leben in Roklum und Umgebung.

Sehr aktiv ist auch der DRK-Ortsverein, dem etwa 25 % der Einwohner angehören. Die ev. Frauenhilfe und der Roklumer Seniorenkreis sind ebenfalls aus dem Dorfleben nicht wegzudenken.

Kirche in Roklum

Der von der evangelischen Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde getragene Kindergarten wird zur Zeit von 25 Kindern aus Roklum und Umgebung besucht. Die Träger des Kindergartens sind bestrebt ihn zu erhalten. Viele Aktivitäten der Vereine wären ohne die Unterstützung durch die Tempelstiftung nicht möglich gewesen.

In Roklum gibt es mehrere Gewerbebetriebe und vier landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe. Um die Entwicklung der Gemeinde voranzutreiben, hat sie 12 Bauplätze ausgewiesen.

Roklum liegt verkehrsgünstig zwischen Halberstadt und Wolfenbüttel, was sich auch in der guten Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr widerspiegelt.


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