Samtgemeinde Elm-Asse
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Die Gemeinde Denkte besteht aus den Ortsteilen Groß und Klein Denkte, Neindorf und Sottmar.

Denkte grenzt direkt an die Stadt Wolfenbüttel an. Das Gebiet zwischen Asse und Ösel zählt mit zu den ältesten Siedlungsgebieten im ehemaligen Braunschweiger Land. In dem 18,15 km² großen Gemeindegebiet leben zur Zeit ca. 3000 Menschen.

Bei Gründung der ehemaligen Samtgemeinde Asse 1974 wohnten in Denkte 1946 Einwohner. Die Einwohnerzahl ist in Folge der starken Bautätigkeit ab Mitte 1994 stark gestiegen.

Erste urkundliche Erwähnungen Denktes finden wir bereits im neunten Jahrhundert. Hier ist die "Mark Dengdia" erwähnt, die 856 durch den Grafen Ludolf dem Stift Gandersheim übereignet wurde.

Während die Vergangenheit Klein Denktes wohl noch weiter zurückliegt - bei Grabungen wurden Scherben und eine Bronzefiebel aus der Zeit um Sechshundert gefunden - ist Sottmar der jüngsten Ortsteil der Gemeinde Denkte.

Der Ortsteil Neindorf wurde bereits 822 erstmals in einer Urkunde erwähnt und war ursprünglich wohl auch Bestandteil der Mark Denkte.

Die erste glaubwürdige urkundliche Nennung von Sottmar ist aus dem Jahre 1146 übermittelt.

Durch das Gebiet der Gemeinde Denkte führte in der Vergangenheit die große Leipziger Heer- und Handelsstraße die heute durch die B 79 ersetzt wird. In der sehr günstigen Verkehrslage zählte man im 18. Jahrhundert bereits in Groß Denkte allein 437 Einwohner.

Trotz der aufgeführten Daten aus "jüngerer Vergangenheit" ist davon auszugehen, daß das Gebiet um die Asse sehr viel früher besiedelt war. Bei Erschließungsarbeiten des Baugebietes "Asseblick" in Groß Denkte fand man Feuerstätten und Scherben, die auf den Zeitraum um Christi Geburt schließen.

Von der "Industrialisierung" im 19. Jahrhundert blieb auch Denkte nicht verschont. Am 12. November 1898 wurde der erste Spatenstich zum Schacht "Sascha" im Ortsteil Neindorf getan, 1913 wurde ganz in der Nähe der zweite Schacht "Emil" niedergebracht. Fast 1000 Menschen waren in dieser Zeit in der Schachtanlage beschäftigt. Am 31. Oktober 1921 sind die Schächte durch Wassereinbruch abgesoffen.
            

Historisch weiterhin erwähnenswert ist der aliierte Luftangriff vom 14. Januar 1944, bei dem der Ortsteil Groß Denkte zum großen Teil zerstört worden war. Aus diesem Grund findet man in Groß Denkte keinen alten Ortskern, wie er sonst in anderen Gemeinden üblich ist.

Nach Kriegsende setzten Flucht und Vertreibung aus den Ostgebieten ein und führten zu einem starken Anstieg der Bevölkerungszahlen. Während bei der Volkszählung 1939 in Denkte noch 1635 Einwohner registriert worden, sind es bei der Volkszählung 1950 2519 Einwohner gewesen. Die Bevölkerungszahl hielt sich bis zu Anfang der 90er Jahre immer zwischen 2100 und 2200 Einwohnern. Den niedrigen Bevölkerungsstand gab es bei der Volkszählung 1970 mit 1837 Einwohnern.

Nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze 1989 erfuhr die Region Braunschweig, zu dessem Ordnungsraum auch die Samtgemeinde Elm-Asse gehört, eine besondere Aufwertung. Die Baulandnachfrage stieg sehr stark, die Städte Braunschweig und Wolfenbüttel konnten die dortige Nachfrage nicht befriedigen. So kam es mit dazu, daß Gemeinden, die an der Peripherie der Städte lagen, verstärkt Bauland auswiesen. Hierzu gehört auch die Gemeinde Denkte, die in allen vier Ortsteilen, insbesondere jedoch in Groß Denkte, Bauland vorhielt.

Wie bereits erwähnt, stellt Denkte eine Gemeinde dar, die von sehr vielen jungen Familien bewohnt wird. Ausschlaggebend für die Wohnsitzwahl ist die günstige Lage und die Stadtnähe zu Wolfenbüttel und Braunschweig. Auch die Nähe der Asse, die ein recht übersichtliches Erholungsgebiet ist, dürfte nicht ohne Bedeutung sein.

Über die Kreisgrenzen hinaus bekannt ist Denkte durch das "Asselager" - ein Jugendzeltlager in Trägerschaft des Landkreises und der Stadt Wolfenbüttel - und das Freizeit- und Bildungszentrum Freundschaft. Wanderwege führen aus der Ortsmitte in die Asse hinein, an den Ruinen der Asseburg vorbei zum Bismarckturm.
            
Denkte besitzt eine sehr gute Infrastruktur, beginnend mit der Betreuung der Kleinsten und endend mit der Seniorenbetreuung in den Seniorenkreisen Groß Denkte und Neindorf.

Besonders stolz ist die Gemeinde auf den Kindergarten. Der erste Kindergarten wurde bereits 1973 errichtet, der heutige Kindergarten "Im Windhuck" 1998. Das Angebot für die jüngsten Einwohner wird erweitert durch die Grundschule in Groß Denkte, einem Hort sowie zahlreiche Kinderspielplätze, insbesondere in den Neubaugebieten.

Sportlich betätigen können sich die Einwohner Denktes und deren Gäste bei den örtlichen Sportvereinen, Schützenvereinen und im Freibad am "Mühlenweg". Reitsportbegeisterte können auf dem Gelände und in der Halle des Reitsportvereins Groß Denkte aktiv werden.

Schützenvereine bestehen in den Ortsteilen Groß und Klein Denkte sowie in Neindorf. In Klein Denkte finden wir zudem auch noch eine Gymnastikgruppe. Stärkster Verein ist der MTV Groß Denkte mit den Sparten Fußball, Volleyball, Basketball, Tennis, Tischtennis, Turnen und Badminton.

Neben den Sportvereinen tragen in Denkte aber noch viele weitere Vereine zum guten Miteinander der dörflichen Gemeinschaft bei. Aufzuzählen sind hier der DRK Ortsverein Groß Denkte, die Seniorenkreise Denkte und Neindorf, der Männergesangverein, der Frauenchor, der Posaunenchor, der Musikzug und der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Groß Denkte, der Siedlerbund, der Kleingartenverein sowie der Förderverein für das Freibad. Weil die Gemeinde von der Bedeutung des Vereinslebens weiß, fördert sie dieses im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Die ärztliche Versorgung in Denkte übernehmen Herr Schewski und Frau Dr. Wendenburg.
Dr. Weidner und Partner übernehmen die zahnärztliche Versorgung.
Die entsprechenden Arzneien besorgt man sich in der Denkter Apotheke.
Einen guten Ruf hat auch das Seniorenpflegeheim in Klein Denkte.

Trotz des starken Zuzuges von Neubürgern ist die Gemeinde Denkte stark landwirtschaftlich geprägt. Das Gemeindegebiet wird durch 11 Vollerwerbsbetriebe bewirtschaftet, daneben besteht noch 1 Gärtnereibetrieb.

Denkte wird versorgt durch einen Netto-Markt mit einer Verkaufsfläche von rund 1000 m².

Weiterhin gibt es in Denkte zahlreiche mittlere und kleine Betriebe, die auch durch die Schaffung von Arbeitsplätzen die Infrastruktur Denktes aufwerten und das Dorfleben bereichern. Hierzu zählen Maurerbetriebe, Fliesenleger, Pakettleger, Heizungs- und Sanitärfirma, Lackiererei, Tankstelle, Kfz-Reparaturwerkstatt, Maschinenbaubetrieb, Antiquitätengeschäft, Entsorgungsbetrieb, Friseurbetriebe, Versicherungsagenturen, Steuerberater, Makler, Fußpflege, Heißmangel sowie eine Sanitätsschule.

Aktiv am Dorfleben beteiligen sich selbstverständlich die Freiwilligen Feuerwehren der Ortsteile sowie die Kirchengemeinden mit ihren vielschichtigen Gruppen.

Insgesamt gesehen hat sich Denkte in den letzten 25 Jahren weiter positiv entwickelt. Jeder Denkter Bürger ist weiterhin aufgefordert, sich aktiv am Dorf- und Vereinsleben zu beteiligen, um das Geschaffene zu bewahren und neue Akzente zu setzen.


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